Aus seiner Perspektive erzählt György Dragoman die Geschichte. Die Geschichte von einer Kindheit in einer totalitären kommunistischen Diktatur in den 1980er Jahren. Als er in den Kindergarten kam, erzählt György Dragoman, habe ihm sein Vater erklärt: “Es gibt zwei Regeln: nichts was du dort hörst, ist wahr, und du darfst nicht verraten, was bei uns zuhause gesprochen wird.” - zum Artikel
“Der 1973 in Siebenbürgen als Angehöriger der ungarischen Minderheit geborene Dragomán, der 1988 mit seinen Eltern nach Budapest auswanderte, hat nur ein Thema: die unausweichliche Gegenwart voller Niedertracht, Gier und Lüsternheit, in der eine bei aller Absurdität sehr naturalistische Gewalt regiert. Es gibt keine schützende Überlieferung oder Religion mehr, auch kein bergendes Milieu. Jeder Zusammenhang ist zerrissen, alles wiederholt sich: Daher setzen die Erzählungen immer wieder neu an.”
Rezensiert von Jörg Plath Zum Artikel